Bis auf weiteres: Anstelle einer inhaltlichen Auseinandersetzung

Nach dem ich das zweifelhafte Privileg, hatte auf dem Antifa-Camp in Oberhausen einer Podiumsdiskussion zwischen Vertretern von KOK Düsseldorf, Autonomer Antifa [f] und Alex Feuerherdt (jungleworld, Jüdische Allgemeine und irgendwelche Sportmagazine) beiwohnen zu dürfen, wurde im ADF nun angekündigt, dass ein MP3-Mitschnitt dieser Veranstaltung bald zur Verfügung gestellt würde. Das ist äusserst erfreulich, denn so können sich die Menschen, die aus verschiedenen Gründen nicht anwesend waren, doch noch davon überzeugen, wie Veranstalter und antideutsche Campbesucher dort eine peinliche Inszenierung der Differenz zum „globalisierungsfeindlichen pöbel“1 übten, wie sie inhaltsleerer und argumentloser nicht hätte sein können. Hier zeigte sich deutlich, dass die Bezeichnung des Camps als „Antifa-Camp“ genau richtig gewählt war. Denn anstelle einer Kritik an der globalisierungskritischen Bewegung in kommunistischer, also revolutionärer Absicht zu formulieren, wie es die Antifa [f] zumindest versucht hat, genügte man sich damit der sog. Bewegung Antisemitismus und Antiamerikanismus (also: Nazismus) vorzuwerfen. So spekulierte Alex Feuerherdt, ganz journalistisch herum, wie groß denn die Proteste gegen den Gipfel ausgefallen wären, wenn die USA nicht dort beteiligt gewesen wären, während andere mit Fingerzeig auf den Vertreter der Antifa [f] die Bedeutung des „Palästina-Soli-Blockes“ auf der Großdemonstration am 2. Juni hinwiesen. Was also geliefert wurde, war das Maximum dessen, wozu Campteilnehmer und Alex Feuerherdt intellektuell in der Lage sind: Polemik ohne Beleg2 , goutiert durch pubertäres Gekicher von den meist jüngeren Antideutschen und eben Bewegungskritik am Maßstab „Antifa“. Dass das Ganze mit „Kommunismus“ bzw. kommunistischer Kritik wenig gemein hat, störte die wenigsten. Am Lächerlichsten wirkte es dann noch, dass den Protestierern von Heiligendamm vorgeworfen wurde eine Art „Racket-Herrschaft“ errichten zu wollen und alleine aus Bewegunsfetischismus hergefahren zu sein und das meist in schwarz gekleidete und mit blau-weißen Buttons ausgestattete Publikum3 gerade an diesen Stellen besonders laut applaudierte und die US-Fähnchen besonders heftig schwenkte. Bleibt nur zu hoffen, dass der angekündigte „…ums ganze“-Kongress genau zu dem Zeitpunkt stattfindet, an dem nächstes Jahr dann die 8. Ausgabe dieses Camps geplant ist. So kommen vielleicht die restvernünftigen Teile der auseinandergefallenen 90er-Jahre-Antifabewegung nicht auf die absurde Idee, dass dort agitatorisch und argumentativ noch irgendwas zu holen wäre.

  1. Libido im ADF [zurück]
  2. der Vertreter der KOK bekam auf seine Nachfrage, wo denn im Block der interventionistischen Linken die Antisemiten zu finden gewesen sein sollen keine Antwort [zurück]
  3. über ihre Bewaffnung kann ich nur spekulieren, einige Gürteltaschen klirrten aber beim gehen verdächtig [zurück]

Nachtrag:
Libido, einer der begeistertsten Claqueure vom Samstag, ist ob der Erfahrung von soviel Zusammenhalt seiner Bewegung gleich wieder ans Bloggen gekommen. Der linken Unsitte des Pluralismus ist es geschuldet, dass ich doch tatsächlich auf seinen Beitrag hinweise.


51 Antworten auf “Bis auf weiteres: Anstelle einer inhaltlichen Auseinandersetzung”


  1. 1 jay 06. August 2007 um 22:23 Uhr

    Ich habs auch gerade im ADF gelesen.
    no comment…

  2. 2 kaputt 07. August 2007 um 2:26 Uhr

    „über ihre Bewaffnung kann ich nur spekulieren, einige Gürteltaschen klirrten aber beim gehen verdächtig “

    kleingeld? schlüssel?

    „wie Veranstalter und antideutsche Campbesucher dort eine peinliche Inszenierung der Differenz zum “globalisierungsfeindlichen pöbel” übten, wie sie inhaltsleerer und argumentloser nicht hätte sein können“

    sieht mir nach genau dem aus was du alex feuerherdt bzw den campteilnehmern vorwirfst, polemische inhaltslose vorwürfe. na ja warten wir mal die aufnahmen ab. ich sag nur:“ darauf gehe ich jetzt nicht ein“ ;)

  3. 3 Administrator 07. August 2007 um 11:19 Uhr

    kaputt, schau, die Überschrift kündigt ja auch schon genau das an: „Bis auf weiteres: Anstelle einer inhaltlichen Auseinandersetzung“. Da zur Zeit halt das Tondokument nicht vorliegt gibt’s erstmal gebashe aus dem Gedächnis. Und was die Schlüssel und das Kleingeld betrifft: Wenn du den Witz nicht verstehst, dann werde ich ihn dir nicht erklären können.

  4. 4 kaputt 07. August 2007 um 13:24 Uhr

    mir ist schon klar worauf du raus willst, aber ich glaube weder, dass jede der „schwarz gekleidete(n) und mit blau-weißen Buttons“ ausgerüsteten personen einen teli dabei hatte, noch dass es bei antiimps oder zB der [f] weniger rumgerpolle und waffenbesitzer gibt. letztere tun sich auch auch durchaus mal bei ihren partys damit hervor den ganzen abend an der tür damit zu verbringen ihr phallussymbol aus und einzufahren, nur damit es auch ja jemand sieht.

  5. 5 Administrator 07. August 2007 um 13:30 Uhr

    Der Witz ist ja, die finden nicht das sowas auf „willkürliche Gewalt“ hinweist oder gar „Racket-Herrschaft“ ist.

  6. 6 Administrator 07. August 2007 um 13:31 Uhr

    P.S.: wie du am header sehen kannst… ich hab nix gegen geprolle, es müssen halt nur die richtigen machen.

  7. 7 kaputt 07. August 2007 um 14:41 Uhr

    vielleicht einen teli in der tasche haben oder los ziehen und banken smashen. was da wohl eher unter „willkürliche gewalt“ fällt?

  8. 8 mané 07. August 2007 um 16:24 Uhr

    „Denn anstelle einer Kritik an der globalisierungskritischen Bewegung in kommunistischer, also revolutionärer Absicht zu formulieren, wie es die Antifa [f] zumindest versucht hat, genügte man sich damit der sog. Bewegung Antisemitismus und Antiamerikanismus (also: Nazismus) vorzuwerfen.“

    und was macht die kritik der antifa [f] nun kommunistisch? das die eigene (meist richtige) kritik an den noglobals gar nicht ernst genommen wird. es wird über sie einfach hinweg gegangen, dass bedürfniss nach der linksdeutschen einheit ist dann wohl doch größer, sie ist sogar dann noch größer wenn dem „ums ganze block“ auf der g8 demo die ganze zeit auf den kopf geschißen wird.
    selbst auf der podiumsdiskussion lässt man sich dann von dem überaus dümlichen kok typen wie ein kind behandeln. (wenn „ums ganze“ sich nächstes mal mehr in die vorbereitung einbringt, dürfen sie auch weiter vorne mitlaufen…)
    aber selbst für leuten denen man eine gewisse restvernunft zugetraut hätte, ist das bedürfnis nach dem aufgehen im großen „pluralistischen“ linkdsdeutschen mob, der antrieb dazu, die kritik (die ja nicht mal falsch war) über bord zu werfen.
    zumindest ich kann nichts kommunistisches darin erkennen, wenn eine pseudo-praxis den effekt hat, dass im günstigsten fall, alles so schlecht bleibt, wie es ist.
    wer als feigenblatt einer no-global bewegung fungiert, die der weltweit durchgesetzten barberei näher steht als einer emanzipation im communistischen sinn, betreibt eben genau so eine pseudo-praxis.

  9. 9 Morgenthau 07. August 2007 um 16:47 Uhr

    Warum mit dem linksdeutschen Volkmob diskutieren?
    seit wann diskutiert man mit Nazis?
    Alles was dort stattgefunden hat war der Versuch der KOK in Absprache mit der [f], „die antideutschen“ als „weicheier“ oder reaktionisten darzustellen, das sie ja nicht alle auf dem g8 waren.

    In einem Satz wird gesagt man hätte eine Stadt in „WWarum mit dem linksdeutschen Volkmob diskutieren?
    seit wann diskutiert man mit Nazis?
    Alles was dort stattgefunden hat war der Versuch der KOK in Absprache mit der [f], „die antideutschen“ als „weicheier“ oder reaktionisten darzustellen, das sie ja nicht alle auf dem g8 waren.

    In einem Satz wird gesagt man hätte eine Stadt in „Schutt und Asche“ gelegt, im nächsten wird dies aber gleich wieder dementiert, die „Krawalle“ hätten sich „lediglich in anderthalb Seitenstrassen“ abgespielt.
    chutt und Asche“ gelegt, im nächsten wird dies aber gleich wieder dementiert, die „Krawalle“ hätten sich „lediglich in anderthalb Seitenstrassen“ abgespielt.
    Zudem wurde es in Betracht gezogen mit Islamisten zu diskutieren.

    Viel schlimmer ist dann nur noch der „Post-antideutsche“ den man immer für zurechnungsfähig gehalten hat, der un aber mit einer weiblichen Person anreist, die man sonst nur mit Palituch und „block g8″ button sieht, diese nun zusammen in der 3. ider 4. reihe sitzen, dem armen Irren von der [f] zujubeln und dazu dann noch den guten Siggi anpöbeln.

    Frei nach der Manier seiner Freunde in der AAH, die ja nun dafür bekannt sind Antideutsche mit Nazis zu vergleichen bzw. gleichzusetzten, und diese Personen ,die sie erst als „antideutsch entlarven“, sich dann aber doch entscheiden sie der einfachheit halber lieber als „nazis“ zu titulieren, rigoroses hausverbot in sämtlichen ujz-ähnlichen einrichtungen in hannover zu erteilen.
    Bei nicht einhaltung wird man eben einfach antiimperealistisch angespuckt.

    Bravo!

  10. 10 mané 07. August 2007 um 16:50 Uhr

    @ ah die stalinismusdebatte, als sich der [f] typ mit dem verweis auf ein aktuelles interview mit gremliza in der phase zwei, aus der aphäre ziehen wollte, die mit der diskussion aber schon genau gar nichts zu tun hatte.
    wenn man auch den rest der phase zwei gelesen hätte, wüsste man auch wie wichtig die kritik am stalinismus wäre. aber das alles interessiert ja keinen, hauptsache man ist irgendwie dabei…

    und du solltest schon bitte erklären was den postone genau so sehe wie der [f]ler? ich will nicht bestreiten das es wirklich so sein könnte. nur wäre es nichts neues wenn zitate benutzt werden, die zwar nicht die eigene argumentation untermauern, (wie das adorno zitat) aber aus welchen gründen auch immer genau dazu heran gezogen werden.

  11. 11 Administrator 07. August 2007 um 16:57 Uhr

    so.
    @mane:
    1. ich habe nur gelobt das die antifa [f] bzw. „…ums ganze“ zumindest versucht hat eine kommunistische Kritik zu formulieren. und zwar nicht nur an der „antiglobalisierungsbewegung“ sondern auch am gipfel selbst.

    2. was an einer kritik kommunistisch ist, steht da: sie ist nicht konstruktiv. die schädigung wird als systematische erkannt und deshalb wird das system abgelehnt und für seine revolutionäre überwindung agitiert.

    3. mit kategorien wie „linksdeutscher einheit“ usw. zu hantieren ist mir zu blöde, sorry. denn so einig wie du hier glauben machen willst war man sich da wohl doch nicht mit der rest-linken, ansonsten hätte es keines eigenen blocks bedurft um die eigene position stark zu machen.

    4. der versuch der agitation ist keine „pseudo-praxis“ sondern eben genau was ansteht: klarmachen worin die schädigungen bestehen, ihren systematischen charakter klarmachen usw. – also im besten aufklärerischen sinne kapitalismuskritik und -verständnis zu vermitteln. wenn dir das aus *moralischen* gründen zu „ieehbah“ ist, dann bist du vermutlich wirklich woanders besser aufgehoben.

    5. das „feigenblatt“-argument ist doch gar keins. als ob die nicht-kommunistische linke gerade ein radikales „feigenblatt“ zur legitimation vor einer bürgerlichen öffentlichkeit nötig hätte.
    oder was soll das heißen?

  12. 12 Administrator 07. August 2007 um 17:07 Uhr

    @morgenthau
    „Zudem wurde es in Betracht gezogen mit Islamisten zu diskutieren.“

    Wo waren denn in Rostock die Islamisten, mit denen man hätte diskutieren sollen? Wenn du die Trennung zwischen deinen Feindbildern nicht mehr so scharf hinbekommst, ist das kein Problem der KOK oder der antifa [f], sondern eines deiner Unfähigkeit zu Differenzierung. Es gibt einen Unterschied zwischen Antiimps, Islamisten und Nazis. Wer das nicht schnallt kann sie eben auch nicht angemessen kritisieren. Typischer Antifa-Fehler.

  13. 13 dissensprinzip 07. August 2007 um 17:49 Uhr
  14. 14 jay 07. August 2007 um 18:05 Uhr

    I love morgenthau!
    Verschwörung, Verschwörung gegen uns, die Antideutschen!!!
    Und dann gabs da auch einen der UNS verraten hat! Die Sau! Hängt ihn! Der hängt nun auch noch mit einer rum, die mal nen PALITUCH anhatte!
    Wir sind keine Weicheier! Ihr werdet noch sehen!

    (Yes!)

  15. 15 Administrator 07. August 2007 um 18:22 Uhr

    @dissensprinzipz
    Also, erstmal um’s klarzustellen: ich hab dich die ganze Zeit über mit papierkügelchen beworfen, Süßer. Aber offensichtlich warst du nicht besonders aufmerksam, denn anders lässt es sich nicht erklären das du in meiner darstellung der angelegenheit „perfide Lügen“ auszumachen vermagst. Antwort auf deine kritik an …umsganze folgt dann wenn ich unter den ganzen jargon-trümmern die argumente darin gefunden hab. also in den nächsten tagen, wenn es sich denn lohnt.

    p.s.: also, „germanophob“ bin ich nicht. sorry. aber vielleicht meldet er_sie sich ja hier. :)

  16. 16 mané 07. August 2007 um 18:56 Uhr

    “ ich habe nur gelobt das die antifa [f] bzw. “…ums ganze” zumindest versucht hat eine kommunistische Kritik zu formulieren. und zwar nicht nur an der “antiglobalisierungsbewegung” sondern auch am gipfel selbst.“

    das haben viele antideutsche Gruppen auch getan und sind deswegen sehr zu recht zu hause geblieben. Den falschen schein, die g8 wären die lenker der welt, und müssten nicht auf krisen des Kapitalismus reagieren, wollte ich nicht auch noch durch eine teilnahme unterstützen. Wer dies tut sorgt eben dafür das alles so bleibt wie es ist, weil wieder nicht der kapitalismus in seiner totalität angegriffen wird, sondern fetischistische formen des antikapitalismus bedient werden. Da kannst du jetzt noch zig mal die Kritik von „ums ganze“ anführen, sie ist durch die teilnahme gar nichts mehr wert, und betreibt eben nur mehr aktive Verschleierung abstrakter herrschaftsverhältnisse.Es ist eben der fehler von „ums ganze“ zu glauben, Kritik wäre an jedem ort unabhängig vom zusammenhang möglich.

    „der versuch der agitation ist keine “pseudo-praxis” sondern eben genau was ansteht: klarmachen worin die schädigungen bestehen, ihren systematischen charakter klarmachen usw. – also im besten aufklärerischen sinne kapitalismuskritik und -verständnis zu vermitteln. wenn dir das aus *moralischen* gründen zu “ieehbah” ist, dann bist du vermutlich wirklich woanders besser aufgehoben“

    ich verstehe nur nicht warum gerade leute die in einer fetischisierten sicht auf den kapitalismus befangen sind und aus antiamerikanischen, antizionistischen, antisemitischen Motiven auf den gipfelprotesten anzutreffen sind, dem argument zugänglicher sein sollen, als leute die nicht zum g8 fahren?
    dann verstehe ich z.B. auch nicht warum man den nicht bei den antikapitalistInnen in schwerin kritisch interveniert hat? Die waren ja auch ganz krass gegen Kapitalismus…

    „das “feigenblatt”-argument ist doch gar keins. als ob die nicht-kommunistische linke gerade ein radikales “feigenblatt” zur legitimation vor einer bürgerlichen öffentlichkeit nötig hätte.
    oder was soll das heißen? „

    stimmt für die bürgerliche Öffentlichkeit war das „ums ganze“ bündnis auch nicht wahrnehmbar, auch wenn, wie es ja in der jungle world nachzulesen war, in ihrem Interesse gelegen wäre. Dieser Punkt wurde ja sogar als einer der hauptmotive für die teilnahme an den protesten angegeben.
    ein feigenblatt ist sie im sinne einer ernst gemeinten communistischen Kritik, die dazu führen müssten mit der ganzen antiglob scheiße endlich radikal zu brechen.

  17. 17 ja 07. August 2007 um 20:06 Uhr

    @mané
    Da kannst du jetzt noch zig mal die Kritik von „ums ganze“ anführen, sie ist durch die teilnahme gar nichts mehr wert, und betreibt eben nur mehr aktive Verschleierung abstrakter herrschaftsverhältnisse.Es ist eben der fehler von „ums ganze“ zu glauben, Kritik wäre an jedem ort unabhängig vom zusammenhang möglich.

    Durch zuhause bleiben reproduziert man aber auch „ abstrakter herrschaftsverhältnisse“ und jetzt ?

    „ ich verstehe nur nicht warum gerade leute die in einer fetischisierten sicht auf den kapitalismus befangen sind und aus antiamerikanischen, antizionistischen, antisemitischen Motiven auf den gipfelprotesten anzutreffen sind,“
    Das denke ich ist falsch! Die meisten sind dort aus sehr unterschiedlichen Gründen. Im Gegensatz zu anderen Ländern spielten diesen Themen kaum eine Rolle. Die meisten sind Bürgerrechtler also Sozialdemokraten im besten sinne bzw. einfach nur Bügerlich! Aber es gibt auch viele sehr problematische Postionen dort…das will nicht bestreiten..
    „dem argument zugänglicher sein sollen, als leute die nicht zum g8 fahren?“
    Ja, klar die Leute zuhause sind wohl kaum andere….! Aber sie sind teilweise zugänglich für unsere Kritik. Um ein Beispiel zu nennen Jungendliche, die denken man muss dort hinfahren als Linker! Wieviele AntiD`s wahren Führer schon auf Gipfeln ?
    Und außerdem: „Nicht weil die Gruppe der Acht die „Spinne im Netz“ ist, oder die „Schaltzentrale“ des „Raubtierkapitalismus“, sondern weil die G8-Gipfel als Form begriffen werden müssen, in der sich die kapitalistische Gesellschaft im Politischen reflektiert, rufen wir zum unversöhnlichen Akt der Negation auf. Eine solche politische Praxis zielt nicht auf die „One Family“ der Betrogenen und Enttäuschten, sondern auf die Möglichkeit, den Skandal Kapitalismus in seiner Totalität in den Fokus der Kritik zu rücken: Seine Strukturen in Institutionen und Köpfen zu kritisieren und daraus eine Perspektive jenseits von Herrschaft, Gewalt, Verdrängung und Ausbeutung zu entwickeln.“(ums Ganze)

  18. 18 ja 07. August 2007 um 20:12 Uhr

    „Warum mit dem linksdeutschen Volkmob diskutieren?
    seit wann diskutiert man mit Nazis?“
    Damit schaut man es nicht mal mehr einen Demokrat (im Klassischensinne) von einem Nazi zu unterscheiden.

    „Alles was dort stattgefunden hat war der Versuch der KOK in Absprache mit der [f], “die antideutschen” als “weicheier” oder reaktionärsten darzustellen, das sie ja nicht alle auf dem g8 waren.“
    Is klar die Antifa Verschwörung! Und der “weicheier” Vorwurf kam doch von der andren Seite als man der f vorwarf Alle Leute nicht ins Krankenhaus geschlagen zuhaben…

  19. 19 nein 07. August 2007 um 20:25 Uhr

    Und mal Allgemein: Ums Ganze Leute würden in Berlin schon mit Messern von antiimpis angreifen .Und zu Thema reden mit Islamisten ,hallo? Wer hat das gesagt (?),die ug Gruppe TOP verkauft eine Borschüre gegen Islamismus…Und auch die f hat ein Papier indem z.T. auch darum geht was sich sieben punkte für denn Weltfrieden nennt (http://www.autonome-antifa.com/cms/?p=55 )
    Oder http://www.copyriot.com/sinistra/reading/texte/wohlig.pdf die ganze Frankfurter Debatte

  20. 20 kaputt 07. August 2007 um 20:30 Uhr

    Is klar die Antifa Verschwörung! Und der “weicheier” Vorwurf kam doch von der andren Seite als man der f vorwarf Alle Leute nicht ins Krankenhaus geschlagen zuhaben…

    niemand hat der f vorgeworfen das sie deshalb weicheier sind. wäre ja auch blöd, schließlich sind es astreine polit-hools. das sie dann aber ausgerechnet die reaktionärsten islamistenfreunde tolerieren spricht nicht grade für sie.

  21. 21 dissensprinzip 07. August 2007 um 20:51 Uhr

    „Also, erstmal um’s klarzustellen: ich hab dich die ganze Zeit über mit papierkügelchen beworfen, Süßer.“

    aha, aha, da ist mir wohl die rückseite meines körpers bis auf den letzten milimeter eingeschlafen, denn da habe ich nichts gefühlt. aber ich freue mich natürlich selbstredend trotzdem gerne, von dir – z.b. per mail – ein kleines zettelchen mit den worten „willst du mit mir gehen? *kuss* dein xxx“ und den optionen „ja“, „nein“ und „vielleicht“ zu bekommen, denn es erleichtert die diskussion doch ungemein, wenn nicht bloß ein teilnehmer weiß, mit wem er es zu tuen hat.

    „Aber offensichtlich warst du nicht besonders aufmerksam, denn anders lässt es sich nicht erklären das du in meiner darstellung der angelegenheit “perfide Lügen” auszumachen vermagst.“

    „…genügte man sich damit der sog. Bewegung Antisemitismus und Antiamerikanismus (also: Nazismus) vorzuwerfen“ = unwahrheit wider besseres wissen (es sei denn, du hättest weite teile der diskussion über einfach geschlafen) mit langweiligem affront gegen eine von dir als „antifa-antideutsch“ denunzierte gruppe = perfide lüge.

    „Antwort auf deine kritik an …umsganze folgt dann wenn ich unter den ganzen jargon-trümmern die argumente darin gefunden hab. also in den nächsten tagen, wenn es sich denn lohnt.“

    abgesehen davon, dass du aufgrund deiner reichlich merkwürdigen rumpöbelei gegen mich dein fett wegbekommen hast und das natürlich jedem prinzipiell die möglichkeit offen steht, meine publikationen zu thematisieren und/oder kritisieren: fühlst du dich dazu verpflichtet weil du in dem text – genauer eigentlich bloß in der beitragseinleitung – erwähnung findest, weil du dich einer ehrenrettung des antifa[f]-vertreters gegen die fiesen antideutschen verschrieben hast oder weil du so gerne meine „jargon-trümmer“ mal so richtig auseinandernehmen möchtest ums mir mal deftig zu zeigen? sollte eine oder mehrere dieser möglichkeiten zutreffen, kannst du dir die arbeit eigentlich gleich sparen, das wird dann eh recht unspannend.

    „p.s.: also, “germanophob” bin ich nicht. sorry. aber vielleicht meldet er_sie sich ja hier.“

    mist, womit ich davon ausgehen muss, dass es noch mehr leute gibt, die mich womöglich bei der diskussion mit papierkügelchen beworfen haben, anstatt aufzupassen.
    bist du denn wenigstens die nudel, die dafür verantwortlich ist? falls ja, sei doch so lieb, wenigstens deinen weblog-namen zu hinterlassen, damit die diskussion nicht in dutzende einzelteile zerfällt.

  22. 22 dissensprinzip 08. August 2007 um 12:38 Uhr

    „Und mal Allgemein: Ums Ganze Leute würden in Berlin schon mit Messern von antiimpis angreifen .“

    wen interessiert denn das? das ist doch das bisher lahmste argument der ganzen diskussion – als würde es gegen islamismus-toleranz immunisieren, mal von wem auch immer angegriffen worden zu sein. mal abgesehen davon, besteht „…ums ganze!“ ja wohl aus mehreren hundert leuten und ob es nun ausgerechnet der vertreter war, der da angegriffen wurde erscheint mir doch reichlich unwahrscheinlich.

    „Und zu Thema reden mit Islamisten ,hallo? Wer hat das gesagt (?)“

    der genaue wortlaut wird demnächst dem interview zu entnehmen sein: es hieß während der etwas hitzigen diskussion um den palästina-solidaritäts-block, als eben der einwurf formuliert wurde, dass damit eine islamistisch-nationalistische bewegung hofiert wird, seitens des [f]‘lers, dass man solche leute auch vor ort „aufklären“ – will heißen: mit ihnen diskutieren – müsse.

    „,die ug Gruppe TOP verkauft eine Borschüre gegen Islamismus…“

    und, was hat das mit des vertreters plädoyer für eine diskussion mit palästina-solidaritäts-blöcken zu tun?

    „Und auch die f hat ein Papier indem z.T. auch darum geht was sich sieben punkte für denn Weltfrieden nennt (http://www.autonome-antifa.com/cms/?p=55 )
    Oder http://www.copyriot.com/sinistra/reading/texte/wohlig.pdf die ganze Frankfurter Debatte“"

    dieses thesenpapier richtet sich aber auch nicht an die, die während des zweiten libanonkrieges hauptteile der friedensproteste getragen haben – deutsch-arabische freundschaftsgesellschaften, schiitische islamisten, … – sondern gegen eine bewegung die in von den [f]‘lern beschriebenen form überhaupt gar nicht mehr existiert: es ist wieder lediglich ein obligatorischer vortrag an eine abstrakte vorstellung von „linke“ gewesen mit der man letztendlich die produktive zusammenarbeit sucht – z.b. indem man hinter ihrem block marschiert und „israelflaggen toleriert“.

  23. 23 Administrator 08. August 2007 um 13:00 Uhr

    „mal abgesehen davon, besteht “…ums ganze!” ja wohl aus mehreren hundert leuten und ob es nun ausgerechnet der vertreter war, der da angegriffen wurde erscheint mir doch reichlich unwahrscheinlich.“

    Das mit dem „wir wurden auch angegriffen“ ist auch wirklich ein verkehrtes Argument.

    „es hieß während der etwas hitzigen diskussion um den palästina-solidaritäts-block, als eben der einwurf formuliert wurde, dass damit eine islamistisch-nationalistische bewegung hofiert wird, seitens des [f]’lers, dass man solche leute auch vor ort “aufklären” – will heißen: mit ihnen diskutieren – müsse.“

    was auch erstmal sachlich falsch ist. islamisten waren das nun nicht. nationalisten schon. nationalismus muss man kritisieren. doof ist es nur wenn halt keine kritik an staat und nation dabei herauskommt, sondern nur eine positive moralische stellung zur israelischen staatsgewalt. also: einfach ein anderer nationalismus. als vertreter eines solchen nationalismus fällt dir natürlich keine sachliche kritik ein, sondern nur noch „in die fresse treten“ – also genau die form in der bürgerliche nationalisten wie du einer bist mit den gegnern des eigenen nationalismus umzugehen gedenken.

  24. 24 keta minelli 08. August 2007 um 13:34 Uhr

    hallo, ich bin germanophob. aber ich war nicht auf dem camp, ich komm ja aus meinem schönen berlin kaum noch raus, und wenn, dann nur um dem linksdeutschen mob das feigenblatt zu machen. vorm gemächt, versteht sich.
    ansonsten dissi, geh mal raus. die sonne scheint, das leben lacht und von auswendig gelernten worthülsen kann man sich nichts kaufen.
    und misstaken: willst du mit mir gehen? ja, nein oder vielleicht? oder bist du etwa ein mädchen?

  25. 25 kaputt 08. August 2007 um 14:17 Uhr

    @germanophob
    dein einwand im adf liest sich wie ein reflex „die genossen“ zu verteidigen ohne zu wissen was da wirklich so gesagt wurde. was die f bei der diskussion geliefert hat war einfach nur peinlich, genauso wie dein scheinargument das mal jemand von der kp mit nem messer angegriffen wurde. in frankfurt wurden auch mal leute in der au angegriffen weil sie antideutsch waren und das war der f relativ egal.
    komm mal aus deinem szenesumpf raus

  26. 26 keta minelli 08. August 2007 um 15:02 Uhr

    @ kaputt: klar verteidige ich meine genossen, ich finde da im übrigen auch nichts falsches dran. außerdem finde ich diese komische sippenhafttour ziemlich daneben. da sitzt jemand auf dem podium – und wer das schon mal gemacht hat, weiß, dass das auch für redegewandte menschen eine schwierige situation ist –, und euch fällt nichts anderes ein, als geifernd darüber herzufallen. ich will ja nicht psychopathologisieren, aber der reflex, der da durchscheint, ist auch nicht ohne. was den messerangriff angeht: das war wirklich kein argument. aber es zeigt, dass bei den von euch so geschmähten islamverstehern die auseinandersetzung mit islamisten und antisemiten offensichtlich auf einer praktischeren ebene als in den kommentarspalten irgendwwelcher blogs abläuft.
    und weiter: wenn du mich kennen würdest, wüsstest du, dass ich nun wirklich nicht im szenesumpf stecke. mein leben ist mal definitiv nicht von plena und blogsport bestimmt. so viel ist mal klar.

  27. 27 Antidemokratische Aktion 08. August 2007 um 15:42 Uhr

    Ohne jetzt auf die ganze Debatte einsteigen zu wollen, hätte ich von dissenzprinzip gerne mal gewusst, was überhaupt die Kritik daran sein soll, dass „ums ganze“ Leute aus dem Palästina-Soli-Block agitieren wollten. Bisher ist das ja nur die moralische Empörung darüber, dass sich so etwas doch nicht gehört. Ja warum denn bitte? Weil man diejenigen, die nicht mit einem übereinstimmen, mit Argumenten für die eigenen Positionen zu gewinnen versucht? Ja wen denn sonst?

  28. 28 kaputt 08. August 2007 um 16:02 Uhr

    auf ner persönlichen ebene find ich es absolut unproblematisch „die genossen zu verteidigen“, aber die inhalte die da auf dem podium von dem f‘ler vertreten wurden, sorry aber das war echt mal gar nix, schwierige sitution hin oder her. das sich gegenüber den leuten auf dem podium unfair verhalten wurde, vor allem gegenüber dem kok menschen, stimmt zwar, ändert aber nichts an dem unsinn der da verzapft wurde. deine parteinahme kam mir da halt vor wie ein linker reflex ala „oh jemand hat meine freunde kritisiert, jetzt muss ich denen helfen, egal ob die kritik berechtigt war oder nicht“.

  29. 29 dissensprinzip 08. August 2007 um 18:05 Uhr

    „was auch erstmal sachlich falsch ist. islamisten waren das nun nicht. nationalisten schon. nationalismus muss man kritisieren.“

    das ist doch – lang lebe das schlagwort – vollkommen undialektisch: als könnte nationalismus von seiner je historisch herausgeprägten inhalten einfach abgetrennt werden, wenn man ihn kritisiert: wer die flagge der palästinensischen nationalbewegung hisst, nimmt damit rückbezug – selbst im überaus unwahrscheinlichen fall, dass er das nicht wollte – auf seine politischen inhalte und die bleiben weiterhin aufs engste mit dem islamismus, mit vorbehalten auch dem panarabismus, verknüpft. man zeige mir doch mal die stringente von historischem nationalbewusstsein, die von hamas, al-fatah, PLO,… unberührt geblieben ist, bevor man krude nationalismus=nationalismus-gleichungen aufstellt.

    „doof ist es nur wenn halt keine kritik an staat und nation dabei herauskommt, sondern nur eine positive moralische stellung zur israelischen staatsgewalt.“

    worüber reden wir? über die affinität palästinensischen nationalismus zu islamistischer ideologie oder über grundsatzdebatten der antideutschen linken? das ist doch absurd, jetzt auf irgendwelche unterstellungen gegenüber israelsolidarischen linken zu rekurrieren, wenn es darum gehen sollte, darüber zu sprechen, ob sich eine internationalistisch-antiimperialistischer palästina-solidaritäts-block ins ideologische fahrwasser des politischen islams begibt.

    „also: einfach ein anderer nationalismus. als vertreter eines solchen nationalismus fällt dir natürlich keine sachliche kritik ein, sondern nur noch “in die fresse treten” – also genau die form in der bürgerliche nationalisten wie du einer bist mit den gegnern des eigenen nationalismus umzugehen gedenken.“

    du magst ja davon halten, was man möchte, aber die grenzen der aufklärung sind allemal erreicht, wenn irgendwelche wahnsinnigen auf einem G8-gipfel in heiligendamm(!) meinen, das angebliche knechtschaftsverhältnis israels gegenüber palästina thematisieren zu müssen – als hätte das eine mit dem anderen überhaupt bloß irgendetwas zu tuen und als wäre nicht schon die verknüpfung verabscheuungswürdigste antisemitische projektion. ich weiß ja nicht, wie du den umgang mit leuten handhabst, die israel hinter den G8-staaten vermuten, ich persönlich sehe da die grundlage für „kritik“ im wohlmeinenden sinne nicht mehr gegeben.

    @keta minelli:
    „ansonsten dissi, geh mal raus. die sonne scheint, das leben lacht und von auswendig gelernten worthülsen kann man sich nichts kaufen.“

    anscheinend hat das „auswendiglernen von worthülsen“ zumindest zur folge, dass man die einfachsten gesetzmäßigkeiten von lesen und schreiben beherrscht. deine bisherigen ausführungen im ADF-board – das habe ich ja schon mit mehr ausführlichkeit als es wert ist, dargelegt – strotzen ja nur so vor geistiger unfähigkeit.

  30. 30 Morgenthau 08. August 2007 um 21:11 Uhr

    KLar gibt es einen unterschied zwischen islamisten und nazis, islamisten sind im gegenteil zu nazis auch noch religiös motiviert.Ansonsten seh ich da kaum elemaentare unterschiede, dass islamisten tendenziell faschistisch sind ist ja wohl auch klar.
    Und wo der Unterschied zwischen dem linken volksmob ala block g8 summit etc. liegt erklärt dir am besten Justus Werthmüller. Nicht dass ich das nicht tun könnte, aber er bringt es enfach besser auf den punkt.

    whatever, der unterschied zwischen deinen linken freunden und islamisten ist lediglich der anteil der täterschaft. islamisten morden vor sich hin, und ihr jubelt oder schließt die augen.

    und wenn islamisten dann die beurteilung erhalten die sie verdienen schreit ihr nach „RASSISMUS“. Hat zwar nichts damit zu tun, aber da 50% prozent von euch die worte „araber“, „moslems“ und „islamisten“ nicht auseinanderhalten könnt, und sofort jeden kritiker der islamistischen mörderbanden rassismus vorwerft, nehm ich auch den rassismusvorwurf auch nicht mehr so ernst.

    mitlerweile gibt es ja schon ganze blogs über die podiumsdiskussion und das camp

    was für rassisten (rassisten, rassisten, rassisten) darum laufern etc.
    ist zwar alles unbegründet, aber das kann euch auch scheuiß egal sein

    --------------------------------

    und gerade, als ich schon mein wurstbrötchen auskotzen wollte, weil euer ganzes palaber nicht mehr zu ertragen ist, muss ich lesen dass dieser trottel von der kok unfair behandelt wurde. er kann froh sein, dass man selkbst im druckluft noch solchem linksdeutschen pöbel ein podium verschafft.

    ich versuche zu zitieren „Tom, von der KOK, wird uns jetzt die Inhalte seiner Bewegung (was auch immer) darlegen, und hat 10 minuten zeit“

    Tom:

    („Ok, ich hab keine Ahnung von irgendwelchen Inhalten, also erzähl ich mal lieber was beim G8 passiert ist.“)

    „Also, ich möchte weniger zu den Inhalten sagen, sondern viel mehr über den Gipfelprotest resümieren. Wir haben dies und das geblockt, Parkuhren zerkloppt, „Yankees raus“ gerufen, den PaliSoliblock nicht entdeckt, und der Gipfel wrd in Deutschland nie wieder stattfinden, weil sichGeorge Bush und seine Elfenbeinturmfreunde vor unserem Wursthaarblock in die Hosen machen.“

  31. 31 keta minelli 08. August 2007 um 22:44 Uhr

    @ dissi: sorry, da im adf-forum stand, ich müsste mir deine bisherigen ausführungen im adf-forum zu gemüte führen, um einblick in deine komplizierte gedankenwelt zu bekommen. dazu war ich aber leider nicht in der lage. weil ich geistig unfähig oder zu wenig masochistisch war oder meine freunde mit mir spielen wollten. aber das kennst du ja nicht.

  32. 32 harry potter 13. August 2007 um 11:27 Uhr

    eine antwort auf den beitrag von kritik & polemik:

    du hast in deinem bloggbeitrag ein beispiel für die angebliche relativierung des kritikbegriffes gebracht. wodurch sich dein kritischer kritikbegriff von so einem relativierenden kritikbegriff unterscheiden soll, hast du aber nicht darlegen können. offensichtlich kannst du nicht beantworten, was „kritik“ (‚der bann ist gebrochen‘) auszeichnet. deshalb verweist du tautologisch auf dein beispiel – so beißt sich die katze in den schwanz.
    eine etwas selbstreflektierte haltung würde erkennen, dass du genau das, was du der no-globalbewegung vorgewirfst, vor ca. 3,5 jahren noch selber vertreten hast – bevor ein theoretischer bildungsprozess eingesetzt hast. die frage, um die es hier eigentlich geht lautet: ist aufklärung möglich?
    deine meinung ist, ohne dass sie hinreichend begründet wird: „im rahmen der g8-proteste, niemals.“ die position von ums ganze ist: „in bestimmten grenzen, natürlich“.
    und es geht sogar weiter: während du sagst, wann solle vor der dummheit kapitulieren und reaktionären spinnern das feld überlassen, sagt ums ganze: trotz aller widriger umstände, muss man die aufklärung verteidigen und den spinnern (auch) die straße streitig machen. aufklärung ist nicht nur möglich – sie ist vor allem notwendig.
    tatsächlich kannst du garnicht begründen, warum du so ein schlaues kerlchen bist, jeder no-global activist aber ein aufklärungsresitenter judenhasser sein soll. oder anders gesagt, ihm oder ihr also nicht die selben lehrprozesse zugestanden werden sollen, wie dir selbst.
    tatsächlich müsstest du dich dann mit ideologie als objektiven ausdruck verkehrter verhältnisse auseinander setzen. materialistische kritik muss ihren gesellschatlichen charakter ernst nehmen statt sie einfach einer bestimmten gruppe (der no-global bewegung) unterzuschieben. dieses dilemma gilt es zu erkennen: einerseits produziert der kapitalismus bestimmte denkformen und ideologien, anderseits bedarf es gerade eines aufbrechens dieser denkformen um den kapitalismus abschaffen zu können.
    sofern man dieses problem ernst nimmt, gilt es die wahl der mittel zu bewerten. also: wie und wo muss aufklärung und kritik einsetzen? ums ganze sagt, man sollte u.a.(!) die debatte um den g8 nutzen und auch vor ort – als kommunisten im marxschen sinne – die auseinadersetzung suchen. du hingegen, willst diese chance a priori ausschließen – aus gründen, die wahrscheinlich nur deinesgleichen plausibel sind. objektiv betrachtet hat ums ganze mit ihrer inhaltlich positionierung mehr leute erreicht, als dein blogg. selbst unter berücksichtigung, das quantität nicht gleich qualität ist, müssen die mittel von ums ganze in summe als effizienter in bezug auf ihren zweck (aufklärung) betrachtet werden, als z.B. dein blogg oder jede andere selbstreferentielle form von agitation, die sich ganz überwiegend auf die bezieht die es ‚eh schon wissen‘ (preeching to the converted). siehe dagegen etwa auh das flugblatt von top berlin, das während der demo bzw. auf den camps mehrsprachig verteilt wurde: http://resourcepage.wordpress.com/2007/06/04/capitalism-is-no-conspiracy-and-the-hamas-is-not-the-rebel-alliance/#more-44
    angesicht deines pseudo-kritischen im kern anti-aufklärerischen gehabes soll die lehrerhafte bemerkung entschuldigt sein: erst denken, dann kommunizieren. …und nie vergessen, der kopf ist rund damit die gedanken die richtung ändern können. ; )

  33. 33 dissensprinzip 14. August 2007 um 17:11 Uhr

    Antwort gibts hier!

  34. 34 der, der die postantideutschen verraten hat 19. August 2007 um 21:17 Uhr

    haha Morgenthau wie geil bist du denn eigentlich? Bist du nich der Typ der letztes Jahr auf dem Camp vor lauter fassungslosem Entsetzen aus dem Grigat Vortrag gerannt ist und dem ich danach noch erklären musste, dass Israel nun doch gar nicht sooooo schlinmm ist? Ähnliches gilt übrigens für den „Tritt ihm nicht auf die Füße sondern ins Gesicht“ Siggi.

    Wenn sich so kids wie ihr, die vor nem Jahr noch überzeugte Antizionisten waren ernsthaft darüber mokieren, dass Menschen irgendwann in ihrem Leben mal nen Pali Tuch getragen haben ist das bestenfalls gute Realsatire. Ihr seid wirklich ein perfektes Beispiel für gefährliches Halbwissen.

    Aber jetzt mal ernsthaft homie:

    Wenn du willst können wir uns gerne mal in der „nicht volksdeutschen“ Kneipe Hannovers deiner Wahl treffen und ich erklär dir nochmal in langsam was „der arme Irre von der f“ eigentlich so gemeint hat.

    Eins wird doch an solchen Diskussionen wie dieser hier sehr deutlich, nämlich das die KP mit diesen Sätzen nur allzu Recht hatte:

    „Anstelle das Verschwinden von Antisemitismus und Antiamerikanismus als ein a priori auszuweisen, bevor kommunistische Praxis überhaupt erst möglich sei, müsste sich gerade aus deren Existenz jede Notwendigkeit ableiten, die Kapitalismuskritik praktisch werden zu lassen. Dies setzt natürlich eine gewisse Ernsthaftigkeit voraus, mit dem Kapitalismus als einer unzeitgemäßen, primitiven Produktionsweise tatsächlich Schluss zu machen, welche die Menschheit permanent in Katastrophen stürzt.“

    Genau diese Ernsthaftigkeit mit dem Kapitalismus Schluss zu machen ist bei euch dem Distinktionsgewinn und dem Lästern über die ach so böse Szene (besonders in Hannover bla bla bla) gewichen. Und diese Ernsthaftigkeit trennt eben auch das …Ums Ganze Bündnis von vielen seiner Kritiker.

  35. 35 kaputt 19. August 2007 um 23:38 Uhr

    die ernsthaftigkeit der f’schen kapitlismuskritik versteckt sich ja bekanntermaszen ganz gut hinter ihrem bewegungslinken praxisfetisch. oder wie willst du sonst solche sachen wie die opernballdemo erklären?

    btw, leuten anzukreiden, dass sie ihre meinungen reflektieren und deswegen eventuell ändern ist echt ein kreativer vorwurf.

  36. 36 haha 20. August 2007 um 11:12 Uhr

    „Wer Palituchträgerin ist bestimme ich!“ (Morgenthau)

  37. 37 post-post anti-d 21. August 2007 um 17:40 Uhr

    hallo kaputt, hast du überhaupt gelesen was ich geschrieben habe?

    Ich habe Morgenthau und Konsorten nicht ihren Meinungswechsel an sich (selbst wenn das einer von Pest zu Cholera war) vorgeworfen, sondern die Dreistigkeit und unreflektiertheit aufgezeigt, die vorhanden ist wenn solche Leute irgendwem ernsthaft vorwerfen irgendwann mal nen Palituch getragen zu haben.

    Ich kann das einfach nicht ernstnehmen wenn solche Kids sich als die Hüter der ewigen antideutschen Wahrheit aufspielen.

    Was die Opernballdemo anbelangt, die rechtfertigt sich schon ganz gut aus dem diesjährigen Aufruf der f, zum Beispiel so:

    „Eine antikapitalist- ische Praxis
    – die streng genommen schon ihre eigene Aufhebung
    durch den radikalen Bruch, die Revolution wäre – ist
    nicht in Sicht. Das macht es jedoch umso notwendiger,
    als Radikale aufzutre- ten und öffentlich zu sein.
    Gerade weil man den Kapitalismus nicht ka-
    puttschlagen, sondern nur durch Kämpfe für eine höhere
    Form gesellschaftlicher Organisation aufheben kann,
    gilt es, Werbung für eine radikale Kritik und Praxis
    zu machen; gilt es, sich Events wie des Opernballs und
    des G8-Gipfels zu bedi- enen, die als Symbole dafür
    stehen, welche (im doppelten Wortsinn) ungeheueren
    Reichtümer diese Gesellschaft einerseits schafft und
    die doch derartig mit Herrschaft infi ziert sind, dass
    es nur so kracht. Hier bietet es sich an, Kontakt
    aufzunehmen und der politischen Sinnstiftung für den
    gan- zen irrationalen Mist, für Nation und Staat, eine
    so symbolische wie unkonstruktive Absage zu erteilen.“

    BTW halte ich ja im Gegensatz zu euch immerhin an dem Glauben daran, dass Leute ihre Meinung reflektieren und ändern können fest und würde mich ja sogar mit so leuten wie Morgenthau unterhalten, selbst wenn diese, um es mal mit Alex Feuerherdt zu sagen „die erforderlichen politischen Mindeststandards“ meilenweit unterschreiten.

  38. 38 kaputt 21. August 2007 um 18:43 Uhr

    wenn du meinst die leute weiter zu kennen und deshalb statt ihre argumente zu widerlegen einfach psychologisierst, bitte sehr.
    ich finde es halt absolut schwachsinnig sie an etwas anderem als an dem messen zu wollen als das was sie im internet von sich geben.

    wenn du ein persönliches problem mit denen hast, und danach sieht es aus, dann klär das doch einfach mit den leuten selber.

    und zum absatz von der f, eine „antikapitalistische parxis“ die, wie bei der letzten opernballdemo, alles einbindet, von lustfeinden die opernbesucher als „scheiß bonzen“ bezeichnen bis zu antisemiten mit „i cant relax with israel“ t-shirts oder der person die im dezember 2005 jemand mit israelfahne körperlich angegriffen hat ist ganz sicher nicht emanzipatorisch.
    alex feuerherdt hat das ja oft genug gesagt bei der podiumsdiskussion, die texte von der f sidn gar nicht so dumm, nur ist es halt so, dass sie am ende dann doch immer mit dem volksmob mitrennen, denn masse ist ja bekanntlich wichtiger als die richtige kritik.

  39. 39 Power 21. August 2007 um 19:18 Uhr

    @ kaputt:
    „wenn du meinst die leute weiter zu kennen und deshalb statt ihre argumente zu widerlegen einfach psychologisierst, bitte sehr.
    ich finde es halt absolut schwachsinnig sie an etwas anderem als an dem messen zu wollen als das was sie im internet von sich geben.

    wenn du ein persönliches problem mit denen hast, und danach sieht es aus, dann klär das doch einfach mit den leuten selber.“

    Das passt (fast) komplett auf deinen Vorwurf, dass bei den Opernball DemonstrantInnen auch Leute dabei waren, die die sich dort Treffenden als „Bonzenschweine“ bezeichnen würden. Wo ist dein motherfucking Argument, hä? Du gehst erst gar nicht auf den Aufruf ein, nein, du musst immer und immer wieder die gleiche dumme Scheiße von dir lassen.
    Bist du son kleiner Emo-hüpfer oder was? UHHH, nein, da sind die bösen, da geh ich nicht hin, und da wo die bösen sind, sind noch andere böse, und wo böse hingehen, muss auch böses sein, und sowieso sind so ziemlich alle böse. Ausser ich, ich war das mal, bin aber jetzt reflektiert und emo, also nicht mehr böse, ich will auch mit den bösen nichts mehr zu tun haben- weil ja alle böse sind.
    Das ist psychologisieren. Und ich wette, dass das 100%ig auf dein kleines emoweltbild zutrifft.
    Geh kacken!

  40. 40 kaputt 21. August 2007 um 19:41 Uhr

    meine fresse, die politische entwicklung eine individuums mit der auszendarstellung einer linksradikalen gruppe gleichzusetzten benötigt aber auch einiges an fantasie, aber hey, wenn man keine argumente hat muss man sich eben was zurecht biegen.

    tatsache ist eben, dass bei der opernballdemo nicht so leute „dabeiwaren“ die mal „bonzenschwein“ gerufen haben, sie war von und für solche leute organisiert. da kann die f tausendmal adorno zitieren, was beim opernball geübt wird ist keine kommunistische kritik.aber warum erzähl ich das, du scheinst ja eh nicht zu verstehen, dass ich eben nicht die kritik von umsganze kritisiere (nicht, dass es unnötig wäre) sondern die praxis. und jetzt husch in die volxküche

  41. 41 Morgenthau 21. August 2007 um 19:55 Uhr

    achja, das alte gerede, die vorwurfserie aus hannover, dass es doch leute gibt die „die szene“ abgeschreckt hat und die einzig und allein zum „meinungswechsel“ und zur trennung von VOLKSKÜCHE und dämlichen „herrschaftsablehnenden Praxen“ beigetragen hat.
    Diese „szene“ war es, die „antideutsche“ mit „nazis“ gleichsetzt, und sie war es auch, die jedes noch so dumme gerücht von irgendwelchen abgefuckten punkern aufgreift, ihm eine priese „fundierte augenzeugenberichte“ andichtet und meint, nun endlich diesen fiesen „nazis“ bewiesen zu haben wie scheiße und dumm sie doch sind.

    Was interessiert es dich denn, ob ich es war, der aus einem grigatvortrag gerannt ist, der mich damals maßlos provoziert hat, da ich schlicht noch sehr in meinen ressentiments feststeckte?meinst du du kannst mich entlarven, und mir beweisen wie dumm ich war?
    dass weiß ich schon selber,(nein ich hatte kein gespräch mit dir wie schlimm oder nicht schlimm israel deines erachtens ist, oder habe es einfach verdrängt), umsomehr müsste es dich ja erstaunen was man mit theorethischer arbeit und schockmomenten doch so alles realisieren kann .
    nämlich genau dass was ich auch schon mehrfach formuliert habe, dass die szene hannovers genau so feststeckt in ihren nicht vorhandenen denkschemata wie ich und wahrscheinlich auch du, einst.
    es ging nie darum dass ich leuten vorwarf, ein palituch getragen zu haben, sonder dass ich ihnen vorwerfe es zu TRAGEN, präsens.
    wenn du meinst man würde erst „bei den antideutschen“ „aufgenommen“, wenn man sich jahrelang „mühevoll etabliert“ und hinnein schleimt und so richtig beweist was man drauf hat, denke ich bist du gehörig „links“ gewickelt (anders ist deine titulierung als „post-antideutsch“ also „nicht-so-richtig-dazugehören“ nicht zu deuten);du beschreibst den werdegang in einer vor arroganz strotzenden und verschlossenen szene , um zum “ harten kern“ einer lokalen antifa zu gehören.

    ich kann den vorwurf nur zurückgeben, ich habe ,im gegensatz zu dir, für mich die nötigen konsequenzen aus meinem „meinungswechsel zu cholera“ gezogen, auch wenn ich nicht wie du eine ganze bibiliothek an einem tag verschlinge.

    DU, unterstellst mir, dass „die erforderlichen politischen Mindeststandards” meilenweit unterschritten seien?
    von deinen menschlichen umgangstandarts möchte ich jawohl nicht reden, der vogel der wohl nich mal mehr mit einem reden (darf) kann wenn man ihm guten morgen sagt, da er ja einen fascho vor sich stehen hat oder was?

    du bist relativ peinlich. und nein , ich möchte mich eher nicht mit dir treffen, es sei denn es lässt sich nicht vermeiden.

  42. 42 Morgenthau 21. August 2007 um 20:00 Uhr


    haha 20. August 2007 um 11:12 Uhr

    “Wer Palituchträgerin ist bestimme ich!” (Morgenthau)

    witzig aber nie von mir gesagt.

  43. 43 Morgenthau 21. August 2007 um 20:02 Uhr

    oh gott, power , bist du dumm.

  44. 44 post-post anti-d 22. August 2007 um 14:20 Uhr

    „wenn du meinst die leute weiter zu kennen und deshalb statt ihre argumente zu widerlegen einfach psychologisierst, bitte sehr.“

    Haha, wo ist denn das Argument bei „die hab ich mal mit Palituch gesehen“ bitte? Also ich finds nich…Überhaupt seh ich bei Morgenthau nur äußerst wirres Gequatsche und sonst sehr wenig.

    „du scheinst ja eh nicht zu verstehen, dass ich eben nicht die kritik von umsganze kritisiere (nicht, dass es unnötig wäre) sondern die praxis.“

    Das ist schon ne verdammt strange Masche. Da poste ich nen Ausschnitt aus dem Aufruf, der inhaltlich die Praxis BEGRÜNDET und du kannst gegen diese inhaltliche Begründung offenbar keinerlei inhaltliche Einwände liefern. Stattdessen beharrst du darauf, dass die Praxis zu kritisieren sei, weil… ja warum eigentlich?Einfach nur weil es Praxis ist? Weil auf Demos unter Umständen auch mal unangenehme Leute auftauchen die sich die F sicherlich nicht eingeladen hat (cant relax in israel shirt depp)? Das die Aufrufenden, also die F, bewusst eine Demo für „Bonzenschweinrufer“ gemacht haben, bzw. wie du behauptest selbst welche sind ist ja nun offensichtlich so bescheuert, dass du es dir wahrscheinlich nicht mal selbst glaubst.

    Zu Morghenthau sag ich glaub ich einfach mal nix mehr. Diskussionen außerhalb von Blogkommentarspalten sind wahrscheinlich Praxisfetisch…

  45. 45 kaputt 22. August 2007 um 15:44 Uhr

    „Das die Aufrufenden, also die F, “
    und gruppen wie die schurken ohne staat, die von der f ein paar monate vorher noch kritisiert wurden, weil sie nichts als antisemitische steinzeit antiimps sind. beim antikapitalismus sind dann plötzlich wieder alle glücklich vereint. aber das lässt du ja ganz galant unter den tisch fallen.

  46. 46 Morgenthau 26. August 2007 um 23:01 Uhr

    achja okay, ist klar.
    wenn du nichts mehr zu sagen hast ist das recht arm.
    aber das war auch vorher klar.

  47. 47 szeneputzen 28. August 2007 um 15:20 Uhr

    von mir gibt es einfach nur fette props! war dieses jahr nicht da, kann mir aber gut vorstellen, daß es genau so war und ich es auch nicht anders erwartet hätte. das spricht ja auch für sich … bzw. die ADs.

  48. 48 Siggi 28. August 2007 um 15:52 Uhr

    Pater Johannes, Siggi – „Postantideutsche Antizionisten“

    Die Linke rund um’s Oberhausen-Camp hatte lange Zeit
    nachzudenken, doch nun kam endlich die großartige
    Erkenntnis, welche wie zu erwarten in den Blog von
    „Miss Taken Identity“ heraus gekackt werden musste:

    Siggi ist ein Antizionist!

    Die erste Welle von 20 unbegründeten
    Rassismusvorwürfen hatten nicht den erwarteten Effekt,
    den sich die beteiligte Linke erhofft hatte. Weder hatte
    sich ein größerer Mob der völkischen Linke von
    Indymedia in andere Teile des „Weltnetz“ verlaufen, um
    dann ihre Freunde des „Ums Ganze“ Bündnisses
    zu unterstützen, noch gab es Übergriffe von Göttinger
    Anti-Rassisten auf mich, und so musste eine neue Idee
    her. Zwei Dutzend SpinnerInnen, drei Stunden Wikipedia
    und Millionen umherschwirrender Gehirnzellen, die sich
    vor 4 Jahren bei der ersten Volxküche in die Weiten der
    linken Scene aufgemacht hatten, und bis heute Probleme
    haben, an ihren ursprünglichen Platz zurückzufinden,
    arbeiteten 2 Wochen lang, um endlich ein neues Konzept
    zu entwerfen, mit welchem sich die Linke aus den Fangen
    eines antideutschen Kritkers befreien kann:

    Siggi ist ein Antizionist!

    Die Person, welche meint mich vor einem Jahr in
    Oberhausen vom Antizionismus geläutert zu haben,
    nachdem ich eine Buchvorstellung von Stefan Grigat
    aufgebracht verlassen hätte, macht mir einen Vorwurf, den
    ich, auch wenn ich das bis jetzt nicht für meine Aufgabe
    hielt, doch gerne von mir weisen möchte. Nicht etwa, weil
    es mir darum ginge Symphatiepunkte bei Linken zu ernten,
    deren theoretische Bandbreite von „Kein Bock auf Nazis“,
    „Junge Welt“, „Hau den Antideutschen“ bis zu Dieter
    Hildebrandt reicht. Sehr wohl aber, um Tofuwürsten wie
    dieser Person über ihr freches Mundwerk zu fahren, die
    ernsthaft glauben, ich würde sie um ihre wohlverdiente
    Kritik betrügen, sobald sie es geschafft haben, einen
    neuen Begriff, „Antizionismus“, in ihren Wortschatz
    aufzunehmen.

    Dass ich letztes Jahr auch auf dem Camp in Oberhausen
    gewesen bin, ist zwar für Personen, die ansonsten zu blöd
    sind, um ein Loch in den Schnee zu pinkeln, eine
    weitreichende Erkenntnis, davon abgesehen aber nicht
    sonderlich interessant. Dass ich die Buchvorstellung von
    Stefan Grigat frühzeitig verlassen habe, ist auch richtig,
    nicht aber, wegen der dreisten Notlüge, ich wäre ein
    Antizionist gewesen ( was im Übrigen weder mir noch einer
    anderen Personen das Recht absprechen würde, mich von
    solchem Gedankengut zu entfernen ), sondern weil ich mich
    an einer Formulierung Grigats bezüglich der Hiflsvölker der
    Nazis gestört habe. Dieses Verhalten meinerseits, würde mir
    außerdem, bzw. im Zuge meiner angeblichen antizionistischen
    Vergangenheit das Recht absprechen, Menschen zu kritisieren,
    die ein Palästinensertuch tragen.
    Ich weiß nicht wie viel Alkohol und Tofu nötig sind, um so
    viel Unfug von sich zu geben, wie jene Person es getan hat.
    Ich möchte aber, und deswegen finde ich diesen Vorwurf
    überhaupt erst Diskussionswert, etwas anmerken: TrägerInnen
    von Palästinensertüchern, einem Kleidungsstück von klarer,
    antisemitischer Symbolik und Vergangenheit, zu Gute zu
    halten, sie wüssten es nicht besser ( selbst nachdem man
    sie darauf hinweist, worum es bei diesem unansehlichen
    Geschirrtuch handelt ), und jenes Argument dadurch zu
    unterstreichen, das ausgewiesene Gegner dieses
    Kleidungsstückes, in diesem Fall Ich, selber mal Antizionisten
    gewesen seien, ist nicht nur abwegig, es ist auch ein Ausrutscher
    den sich eine Person, die sonst zu der Fraktion israel“kritischer“
    Linker gehört, die seit Jahren behaupten, es würde sich bei
    TrägerInnen des Palituchs nicht automatisch um Antisemiten
    handeln, besser verkniffen hätte. Vielleicht hatte diese Person
    ihre wüsten Ideen auch noch nicht zu Ende gedacht, daher
    möchte ich ihr auf die Sprünge helfen:

    Das „Argument“, ehemalige AntizonistInnen hätten kein Recht,
    wegen ihrer Vergangeheit, PalituchträgerInnen zu kritisieren,
    ist eine praktische Gleichsetzung von AntizionistInnen mit
    PalituchträgerInnen. Ansonsten macht dieser vorgetragene
    Schwachsinn nämlich überhaupt keinen Sinn mehr. Daraus
    resultierend, ist es die Aufgabe jeder antifaschistischen Person,
    die sich ihrer Sache ernst ist, gegen diese AntizionistInnen zu
    stellen. Entweder indem man sie kritisiert, ihnen eine reinhaut,
    oder, wie es das „Ums Ganze“ Bündnis halten würde: Mit
    ihnen demonstrieren gehen. ODER, und das ist die letzte der
    Möglichkeiten, die von jener Person vertreten wird:
    Das Verhalten der Antisemiten zu rechtfertigen; ergo – den
    Feinden Israels den Rücken zu stärken, und DAS, ist dann
    mal wirklich a n t i z i o n i s t i s c h.

    What about Phillip?

    Der Vorwurf, ich sei mal ein Antizionist gewesen, ist leider
    nur ein kleiner Teil von Auswürfen welche jene Fraktion
    von deutschen Linken in den letzten Wochen hervorgebracht
    hat. Der oder die BetreiberIn des „Miss Taken Identity“ Blog,
    der/die scheinbar nicht in der Lage ist, auf Argumente einzugehen,
    sondern nach belieben Beiträge zu löschen und zu überlesen,
    um dann Texte über die Diskussion zu schreiben, deren Argumente
    schon Tage vorher von unterschiedlichen Personen auseinander-
    genommen und widerlegt wurden, ist zwar nervig, aber keineswegs
    problematisch.

    Mich beschäftigt viel eher, warum immernoch nicht geklärt wurde,
    was es denn mit Phillip und den deutschen StalinistInnen auf sich
    hat. Es bleibt also weiterhin ungeklärt, wie es sein kann, dass jene
    deutschen StalinistInnen, die sich rund um Anti-Kriegsbündnisse,
    SDAJ, Linksruck, DKP, Arbeitersonstwas bewegen, von einem
    Vertreter des „Ums Ganze“ Bündnis“, durch den Krieg der
    Sowjetunion gegen Nazi-Deutschland, verteidigt werden.

    Also zum wiederholten Mal meine Frage:

    Was haben deutsche StalinistInnen, die deswegen StalinistInnen sind,
    weil sie Stalin und seine Verbrechen befürworten, mit dem Krieg
    der Sowjetunion gegen Nazideutschland zu tun?

    Ist das wirklich die Position des „Ums Ganze“ Bündnis?

    „Also, und zu dem was du sagst: Ich hab kein Mitleid mit
    dieser Parksäule und ich meine, ganz ehrlich, dann auf
    der einen Seite zu sagen, ja, dieser deutsche Volksmob,
    und dann sich auf der anderen Seite über Stalinisten
    aufzuregen; ja klar, Stalinisten find ich auch total scheiße,
    aber man muss mal akzeptieren, dass letztendlich die
    Rote Armee Nazideutschland besiegt hat. Ich will hier
    keine Lanze für Stalinisten brechen aber man kann
    Stalinisten viel vorwerfen, Nationalsozialisten sind sie nicht.“

    Daraufhin gab es von einem Teil der ZuhörerInnenschaft breiten
    Applaus. Hatten 6 Flaschen Club Mate doch die Wahrnehmung
    soweit getrübt um so einem Schwachsinn begeistert zu entgegnen,
    oder war das die lokale DKP-Fraktion aus Frankfurt, die Phillip
    vorm Bahnhof in Frankfurt vor der Reise eingesammelt hatte?

    Ich möchte mich kurz zitieren, aus dem Innsbrooklynblog:

    „Ich habe gesagt, dass es sich bei den ProtestlerInnen beim
    G8 um einen linksdeutschen Volksmob gehandelt hat, und
    habe nebenbei auch die deutschen StalinistInnen aufgezählt,
    die da waren.

    Daraufhin hat Phillip geantwortet, dass die Sowjetunion
    Nazideutschland besiegt hat, und dass die Sowjetunion
    nicht Nazistisch war.

    Das hatte NICHTS mit meiner Anspielung zu tun. Also ist
    Phillip genauso verplant wie seine Antwort.

    Denn die deutschen StalinistInnen haben reichlich wenig
    mit dem Sieg der Sowjetunion gegen Nazideutschland zu tun,
    da sie nicht StalinistInnen sind, weil sie den Krieg der
    Sowjetunion gegen Nazideutschland gewonnen haben,
    sondern weil sie Stalin und seine Taten begrüßen. Dass die
    Sowjetunion nicht nazistisch sei, ist übrigens absolut
    nebensächlich, wenn es um die Frage geht, ob die deutschen
    StalinistInnen nun völkisch sind oder nicht.

    Wo du irgendwelche Parallelen zu Hitler Stalin Gleichsetzung
    findest bleibt mir ein Rätsel, ebenso die krasse Dummheit von
    Phillip, der daraufhin noch auf einen Artikel in der Phase 2
    verwies, die mit der Diskussion um die deutschen StalinistInnen
    nichts zu tun hat. Es ginge, so sagt Phillip, in diesem Artikel,
    um eineN AntideutschE, der/die als StalinistIn beleidigt worden sei..

    Wie auch immer, vieles bleibt ungeklärt, und ich warte gespannt
    auf den nächsten Vorwurf. Ich habe noch nichts über meinen
    Sexismus gelesen. Eine kleine Vergewaltigungsstory, die sich
    auf dem Camp vollzogen haben könnte..

  1. 1 Podiumsdiskussion auf dem Antifacamp Oberhausen // riot propaganda Pingback am 09. August 2007 um 0:51 Uhr
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