Hach ja, Drogen…

Nur auf den besonderen Wunsch von ♥Tekknoatze:
Im Hamburger Audiolith-Sumpf macht man sich zur Zeit sorgen um die eigene „Szene“, genauer um ihren Drogenkonsum.
Von dem peinlichen Rave!Bass!Bass!Tschingderassabummsbumms-Kindergarten, der da so „Streetteam“ genannt wird (woanders heißt sowas immer noch Racket) abgesehen , besteht die tatsächlich ja nur aus ein paar Ex-Crusten-Opis und Omis die mit voller Absicht ziemlich miese Musik machen und das für ziemlich avantgardistisch halten. Mögen sie jetzt meinen vom schönen Leben, Körperhygiene und der passenden Musik dazu jede Menge Ahnung zu haben, sind’s doch immer noch die alten Crust-Punk-Deppen. Distinktionsgewinn durch Israel-Spleen, „gegen Deutschland!“-Parolen-Gedresche und irgendwie doch noch ein bisschen kritisch-links und punkig-anarchisch unterwegs sein gehört halt auch dazu. Schließlich mussten nicht mal Schweißbänder und Gasmasken entsorgt werden, sondern ließen sich direkt für dieses ganze peinliche 90s-Rave-Revival recyclen. Da wundert’s echt nicht, dass die Party schon wieder vorbei ist und die Protagonisten der „Szene“ gleich wieder auf ihre Verantwortung als solche eingeschworen werden sollen. Der ganzen dusseligen linken Subkultur-Moral entkommt man halt nicht dadurch, dass man sie umdreht, sondern nur durch ihre Kritik.


3 Antworten auf “Hach ja, Drogen…”


  1. 1 Doppelkopf 07. Januar 2009 um 19:05 Uhr

    Und genau als das ist dieser Kritizismus auch zu sehen. Als das Symptom einer gewissen Sorte von Menschen, die sich, ihrer eigenen erbärmlichen Abartigkeit vollends bewusst geworden, nicht anders können als sich gegen das Leben zu kehren. Besonders widerlich wird es, wenn solche meinen, die Kritik ihrer Hirngespinste auch noch öffentlich, womöglich sogar noch organsisiert, ausführen zu müssen. Da steigt dann so eine Luft ähnlich wie die in Krankenhäusern auf, die, mit genug Desinfektionsmitteln geschwängert, noch alle Reste von Krankheit, die vielen umherschwirrenden Bazillen und Viren und ihre Vertilgung in Angriff nimmt.

  1. 1 Früh aufstehen ist wohl mehr was für dich. « »Stil, Irrelevanz und Bewegungsmangel« | EinBlog Pingback am 07. Januar 2009 um 5:07 Uhr
  2. 2 …regiert das Horstprinzip! « Faultiers Blog Pingback am 07. Januar 2009 um 20:19 Uhr
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