wenn dir jemand sagt, „Das ist kein Argument“, was sicher schon häufiger vorgekommen ist, dann handelt es sich nicht um ein Missverständnis. Es liegt nicht daran, das ihr euch über die abstrakte Bedeutung des Begriffs „Argument“ uneins wärt. Was ein Argument ist und was nicht, lässt sich eben nur bezogen auf einen bestimmten Gegenstand, eine bestimmte These sagen. Ich weiß nicht, was daran so schwer zu verstehen ist.
Etwa so?
Alle Menschen sind unsterblich.
Sokrates ist ein Mensch.
Sokrates ist unsterblich.
Liebe Simone,
ich bin ausgewiesener, das heißt selbsternannter, Experte im Bereich Brainfuck. Aber das? Das ist selbst mir zu bekloppt um einen Sinn zu sehen.
Auf Entschwörung äh Aufklärung hofft
♥Tekknoatze
sokrates: ein logisch korrekter schluss, allerdings ist die prämisse falsch.
@Technoatze: Der Satz „Was ein Argument ist und was nicht, lässt sich eben nur bezogen auf einen bestimmten Gegenstand, eine bestimmte These sagen.“ ist doch als Definition vollkommen ungeeignet. Was ein Argument ist oder nicht, entscheidet sich vor allem auch auf der formalen Ebene. Ob dann die Prämissen falsch oder richtig sind, ist eine Frage der Epistemologie und der Ontologie.
Mein Argument ist nach der hier vorgeschlagenen Definition doch vollkommen korrekt in Bezug auf die These, dass Sokrates unsterblich sei. Also prüft doch die Prämissen, wenn ihr wollt.
Und, technoatze, in Deinem Begriff „brainfuck“ steckt nicht ein wenig Affirmation sexueller Gewalt, oder?
@ Lahmacun: Falsch, das ist überhaupt kein Schluss (nicht mal bei korrekter Prämisse), sondern lediglich die Feststellung, dass das Allgemeine auch für ein besonderes Element, welches unter das Allgemeine fällt, gilt. Was aber ohnehin schon klar und nicht er zu erschließen ist, denn sonst wäre jenes besondere Element ja kein Teil des Allgemeinen, weshalb die Aussage über dieses dann auch nicht für es gelten würde.
klar ist ein Syllogismus ein schluß!
Nun hatte ich doch gerade ein Argument gesagt, warum es da nix zu erschließen gibt, das also kein Schluss ist. Die filosofische Schummelei, es als einen auszugeben, beruht darauf, zwar zum einen am Allgemeinen als Aussage über alle ihm zugehörigen Elemente festzuhalten, zum anderen dieses Allgemeine aber zur bloß willkürlichen Setzung zu erklären, so dass man noch mal auf die Gültigkeit einer Aussage für das Allgemeine für ein Besonderes als einem Teil von ihm schließen müsste. Und dieser „Schluss“ soll dann ausgerechnet doch wieder aus dem Allgemeinen erfolgen. Gehe halt mal auf diese Kritik ein, statt aufzuzeigen, dass diese Schummelei tatsächlich von Filosofen betrieben wird.
kabarett?
Sicher nicht, aber danke der Nachfrage.